
Kurzandacht zu Römer 12, 12:
Wir sind nur zu leicht versucht, das Böse mit Bösem zu bekämpfen: Beleidigung mit Beleidigung, Verletzung mit Verletzung, Gewalt mit Gewalt, Unrecht mit Unrecht, Krieg mit Krieg, Feuer mit Feuer. Solchen bösen Verhaltensweisen widerspricht Paulus hier ganz energisch. Der innere Kern oder das Wesen des Überwindens, das er dabei vor Augen hat, ist nicht ein Niederringen, ein Fertigmachen, ein Strafen oder stärker sein. Es ist auch kein Zurechtweisen, keine öffentliche Demütigung, kein Zerschlagen, Anklagen oder Vernichten des Bösen, denn dabei geht es nur zu oft darum "im Bösen größer zu sein". Paulus denkt dabei an Überwinder, die sich der Spirale des Bösen entziehen, die nicht durch Rache neues Unheil anrichten, sondern die sich dem Bösen verweigern, indem sie es ertragen. Paulus meint Menschen, die sich dem Bösen siegreich entgegenstellen, indem sie es auch für das eigene Handeln ablehnen - Leute, die das Böse ins Leere laufen lassen, indem sie es auf sich nehmen. Paulus meint ein Überwinden, das erträgt, willig leidet, nicht zurückschlägt (weil man schwach ist?), das zielstrebig, willentlich und Gott gehorsam dem Bösen widersteht. Die Niederwerfung des Bösen durch innere oder äußere Stärke ist nur zu oft ein billiger Traum, an dem wir gerne heldenhaft und doch leidensscheu festhalten. Selbstgerecht reißen wir dann das Gericht an uns und richten neuen Schaden an. Jesus hat bis zum letzten Atemzug die Überwindung des Bösen erlitten und gelebt und ist an ihr gestorben. Er hat vorgemacht, wie sie wirklich funktioniert. Wir sind aufgerufen, wie Jesus das Böse zu überwinden, nicht es zu übertrumpfen. Seid dem Sündenfall ist der Mensch nicht in der Lage, das Böse zu überlisten oder auszumerzen. Die endgültige Niederwerfung und Beendigung des Bösen ist uns Menschen nicht versprochen. Dafür wird Gott selber sorgen - aber erst am Ende der Zeit. Bis dahin gilt es, ihm zu vertrauen und unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten.
Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen für 2011 Euer Pastor W. Müller
Wir sind nur zu leicht versucht, das Böse mit Bösem zu bekämpfen: Beleidigung mit Beleidigung, Verletzung mit Verletzung, Gewalt mit Gewalt, Unrecht mit Unrecht, Krieg mit Krieg, Feuer mit Feuer. Solchen bösen Verhaltensweisen widerspricht Paulus hier ganz energisch. Der innere Kern oder das Wesen des Überwindens, das er dabei vor Augen hat, ist nicht ein Niederringen, ein Fertigmachen, ein Strafen oder stärker sein. Es ist auch kein Zurechtweisen, keine öffentliche Demütigung, kein Zerschlagen, Anklagen oder Vernichten des Bösen, denn dabei geht es nur zu oft darum "im Bösen größer zu sein". Paulus denkt dabei an Überwinder, die sich der Spirale des Bösen entziehen, die nicht durch Rache neues Unheil anrichten, sondern die sich dem Bösen verweigern, indem sie es ertragen. Paulus meint Menschen, die sich dem Bösen siegreich entgegenstellen, indem sie es auch für das eigene Handeln ablehnen - Leute, die das Böse ins Leere laufen lassen, indem sie es auf sich nehmen. Paulus meint ein Überwinden, das erträgt, willig leidet, nicht zurückschlägt (weil man schwach ist?), das zielstrebig, willentlich und Gott gehorsam dem Bösen widersteht. Die Niederwerfung des Bösen durch innere oder äußere Stärke ist nur zu oft ein billiger Traum, an dem wir gerne heldenhaft und doch leidensscheu festhalten. Selbstgerecht reißen wir dann das Gericht an uns und richten neuen Schaden an. Jesus hat bis zum letzten Atemzug die Überwindung des Bösen erlitten und gelebt und ist an ihr gestorben. Er hat vorgemacht, wie sie wirklich funktioniert. Wir sind aufgerufen, wie Jesus das Böse zu überwinden, nicht es zu übertrumpfen. Seid dem Sündenfall ist der Mensch nicht in der Lage, das Böse zu überlisten oder auszumerzen. Die endgültige Niederwerfung und Beendigung des Bösen ist uns Menschen nicht versprochen. Dafür wird Gott selber sorgen - aber erst am Ende der Zeit. Bis dahin gilt es, ihm zu vertrauen und unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten.
Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen für 2011 Euer Pastor W. Müller
